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Aus- und Fortbildung: Service

Empfehlungen zur Führung und Kontrolle des Ausbildungsnachweises

Für Auszubildende besteht die vertragliche Verpflichtung, einen Ausbildungsnachweis zu führen. Gem § 13 S. 2 Nr. 7 BBiG kann der Ausbildungsnachweis schriftlich oder elektronisch geführt werden. Da derzeit für die Steuerfachangestellten-Ausbildung noch keine elektronische Möglichkeit besteht, ist im Ausbildungsvertragsvordruck der Kammer bis auf Weiteres die schriftliche Form vorgesehen. Das Heft steht auch als ausfüllbares PDF-Dokument zur Verfügung.

Der ordnungsgemäß geführte Nachweis ist mit Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Der Ausbildende hat den Auszubildenden zur regelmäßigen und ordentlichen Führung des Nachweises anzuhalten und diesen regelmäßig durchzusehen. Der von der Kammer zur Verfügung gestellte Ausbildungsnachweis ist in einem Heft mit dem Ausbildungsplan, wie er sich aus der Ausbildungsordnung ergibt, zusammengefasst. Er ist in Checklistenform zu führen und soll die ordnungsgemäße Einhaltung des Ausbildungsplans dokumentieren. Damit dient er dem Ausbildenden und dem Auszubildenden zugleich zur Kontrolle, ob die Ausbildungsinhalte zeitgerecht und vollständig vermittelt worden sind. Folgende Punkte sind bei der Führung des Ausbildungsnachweises besonders zu berücksichtigen:

  • In das Ausbildungsnachweisheft sind auf der ersten Seite Name und Anschrift des Auszubildenden und des Ausbildenden sowie die vereinbarte Ausbildungsdauer einzutragen. Bei einem Wechsel des Ausbildenden während der Ausbildung sind die entsprechenden Änderungen aufzunehmen, da das Heft weitergeführt werden muss.
  • Der Ausbildungsnachweis ist kontinuierlich zu führen. Die Eintragungen können vom Auszubildenden grundsätzlich am Arbeitsplatz vorgenommen werden.
  • Neben den regelmäßigen Eintragungen muss auch die Durchsicht durch den Ausbildenden in den vorgegebenen Zeiträumen und nicht erst am Ende der Ausbildungszeit erfolgen. Der Ausbildungsnachweis ist zudem für die betreffenden Zeitabschnitte vom Ausbildenden und Auszubildenden zu unterschreiben. Nur eine fortlaufend, möglichst periodisch wiederkehrende Durchsicht gewährleistet eine sinnvolle Kontrolle. Ebenso ist es wichtig, den Ausbildungsverlauf anhand des Ausbildungsnachweises durchzusprechen.