Mit Blick auf die EU-Wahlen am 9. Juni 2024 hatte die Bundessteuerberaterkammer acht Wahlprüfsteine an CDU, SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und FDP gerichtet. In diesem Jahr haben sich die Parteien auf eine einheitliche Form der Beantwortung der Wahlprüfsteine verständigt, welche maximal acht Fragen umfassen konnen. Damit soll eine klare
und vergleichbare Darstellung der Positionen gewährleistet und eine fundierte Meinungsbildung unterstützt werden. 

Die aktuelle Berufsstatistik der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) zeigt: Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Mitglieder in den Steuerberaterkammern bundesweit auf insgesamt 105.896. Darunter sind 88.969 Steuerberaterinnen und Steuerberater. Damit machen die 1.575 neuen Kammermitglieder ein Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Die Steigerung geht dabei insbesondere auf die anerkannten Berufsausübungsgesellschaften zurück. 

Die mitgliederstärkste Steuerberaterkammer ist mit 13.736 Kammermitgliedern wie auch im Vorjahr die Steuerberaterkammer München – gefolgt von den Steuerberaterkammern Düsseldorf mit 10.076 und Hessen mit 9.360 Mitgliedern.

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Online-Befragung des DRSC zur Anwendung der IFRS in Deutschland

Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) hat die zweite Phase der Evaluation zur Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) in Deutschland mit einem Online-Fragebogen für Ersteller von Jahres- und Konzernabschlüssen gestartet. Jedes Unternehmen mit Sitz in Deutschland kann an der Befragung direkt unter dem folgenden Link teilnehmen: DRSC-Umfrage | Evaluation der Anwendung der IFRS in Deutschland

Die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) steht einer Ausweitung der IFRS-Anwendung grundsätzlich kritisch gegenüber und hat sich bereits in der Vergangenheit stets für eine dauerhafte Stärkung der HGB-Rechnungslegung ausgesprochen. Da die Jahresabschlüsse vieler Unternehmen von Steuerberatern erstellt werden, bittet sie um rege Beteiligung an der Evaluation, damit dabei auch die Interessen des Berufsstands ausreichend berücksichtigt werden.

Die Teilnahme an der Online-Befragung ist bis zum 30. Juni 2024 möglich. Der geschätzte zeitliche Aufwand für die Beantwortung des Fragebogens liegt bei ca. 15 Minuten. Um sich mit den Fragen vor der Beantwortung vertraut zu machen, steht auch eine pdf-Version des Fragebogens zur Verfügung.

Alle Angaben werden streng vertraulich und die Daten anonymisiert behandelt. Es ist vorgesehen, die Ergebnisse sowie etwaig daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen zum Abschluss der Studie zu veröffentlichen und im Rahmen einer Veranstaltung vorzustellen.

Ziel der DRSC-Studie soll eine objektive Aufnahme der verschiedenen Stakeholder-Perspektiven zur Anwendung der IFRS in Deutschland sein. In einem ersten Schritt (Phase 1) beteiligte das DRSC bereits 2023 alle Stakeholder über Gruppeninterviews, woran auch die BStBK teilgenommen hat.Aufbauend auf den Stakeholder-Interviews der Phase 1, wendet sich die Phase 2 nun an die einzelnen Stakeholder-Gruppen, beginnend mit der Gruppe der Ersteller. Neben der Betrachtung des Status Quo erfolgt im Rahmen der Befragung auch eine Erhebung des Meinungsbilds zur Einführung einer etwaigen optionalen Anwendung der IFRS im Jahresabschluss. Dazu möchte das DRSC erheben, inwieweit grundsätzlich ein Interesse bzw. Bedarf an einem Wahlrecht zur befreienden Anwendung der IFRS im Einzelabschluss in Deutschland besteht, unter welchen Voraussetzungen Unternehmen eine Anwendung der IFRS im Einzelabschluss in Betracht ziehen würden und wie ein solches Wahlrecht ausgestaltet sein sollte.

Weiterführende Informationen zum Hintergrund und zum Ablauf der Gesamtstudie können Sie einem Leitfaden des DRSC entnehmen.